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Cap 2006
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Ende Mai 2006 war es wieder so weit. Einmal im Jahr muss ich ins Cap d´Agde. Obwohl die Anlage architektonisch sehr abstoßend ist, gibt es irgend etwas, was die Leute magisch anzieht. Man muß ehrlich zugeben, dass nur durch das frivole Drumherum überhaupt, der Fortbestand des Cap d´Agde garantiert werden kann. Wird irgendwann einmal dieses Treiben von behördlicher Seite unterbunden, stirbt die Anlage. Denn es ist schmutzig und ungepflegt für deutsche Augen und es ist sehr teuer. An vielen Stellen hat man den Eindruck, man wird regelrecht “abgezockt”. Ein besonderes Phänomen ist das “Melrose”. Es ist die In-Kneipe, die durch viele Foren und Swinger-Seiten hochgepuscht wird. Läuft man tagsüber an der Lokalität vorbei, fragt man sich, was die Leute dort hinzieht. Es ist auch sehr schmuddelig dort, die Geschäftsführerin, von einigen nur noch “Madame Cartier” genannt läuft arrogant und hochnäsig durch den Laden, die Shows werden immer weniger, dafür werden die Getränke immer teurer. Für ein Bier zahlt man nach 22:00 Uhr 6 Euro. Der Laden wird eigentlich nur durch die Gäste getragen. Die sorgen für die Stimmung. Es sind die Besucher, die nackt auf den Tischen tanzen und für eine volle Bude sorgen.
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Jeden Abend läuft das gleiche Theater ab. Alle machen mit. Ich natürlich auch. Darum fährt man ja hin. Die Damen kleiden sich so wenig wie möglich und tragen ihr Outfit zur Schau. In den Passagen und Kneipen ist Schaulaufen angesagt. Wie jedes Jahr gibt es jede Variante zu bestaunen. Von ganz nackt und mit Ketten behangen über transparenter Mode oder Netzoutfit bis Lack und Leder. Einige Herren lassen sich an einer Hundeleine ausführen. Einige Damen zeigen durch Öffnungen in ihrer Latex-Garderobe, wo sie berührt werden möchten. Wer es selbst nicht gesehen hat, glaubt es einfach nicht.
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Auch am Strandleben hat sich nicht viel geändert. Ab Mittag setzt die Wanderung zum Schweinchenstrand ein. Danach wird es immer voller an diesem Strandabschnitt, obwohl drumherum noch viel Platz ist. Der Container oberhalb des Strandes war noch nicht besetz, lediglich gab es einzelne Polizeistreifen,meist per Pferd in den Dünen. Ab 17:00 Uhr ging das hemmungslose Treiben am Strand los. Alles was sonst nur in irgendwelchen Clubs stattfindet, wird hier offen am Strand praktiziert. Es gab Damen, die vor sich eine Schlange von mehreren Herren hatten, die nacheinander bedient werden wollten. Ein Tip : Offensichtlich gibt es am Strand Sandflöhe. Ich dachte zunächst, ich sei durch Mücken zerstochen worden. Scheinbar handelt es sich aber um Flohbisse. Die jucken sehr unangenehm, sogar noch Wochen nach dem Urlaub. Also möglichst große Decke mitnehmen oder Luftmatratze nutzen !
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Trotzdem ist das Cap d´Agde eine einmalige Anlage. Eine richtig kleine Stadt, wo man alles nackt erledigen kann. Es ist immer wieder ein Erlebnis, mit nacktem Po über eine vielbefahrene Straße zu laufen und den Zebrastreifen zu überqueren oder mit dem Einkaufskorb im Supermarkt zu stehen. Bei einem meiner Spaziergänge traf ich auf Andy. Er ist ein großer Fan und ließ es sich nicht nehmen, sich mit mir fotografieren zu lassen. Die Bilder am Pool zeigen den Hotelpool vom “Eve”. Ich finde es immer wieder schön dort, weil es zwar in der FKK-Anlage aber nicht im dicksten Trubel liegt und man sich so immer mal zurückziehen kann. Zusammenfassend kann ich sagen, dass sich der Trip zum Cap wieder einmal gelohnt hat. Es war lustig, ausgelassen und heiss. Man hat viele nette Leute getroffen und gefeiert. Aber mir reichen ein paar Tage dort. Nach vier Abenden im Melrose brauche ich dann doch eine Pause. Irgendwie wiederholt sich der gleiche “Zirkus” jeden Tag. Danach ist man dann erst recht urlaubsreif. Und noch etwas : Mir taten die vielen alleinreisenden Herren leid, die suchend durch die Anlage und am Strand herumliefen. Ich habe den Eindruck, es werden von Jahr zu Jahr mehr. Ich kann keinem alleinreisenden Herrn guten Gewissens raten ins Cap zu fahren. Trotzdem werde ich im nächsten Jahr bestimmt wieder hinfahren.
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Die ausführliche Bildergalerie mit 90 neuen Bildern aus dem Cap gibt es nach dem Alterscheck 
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